Wer kennt sie nicht - die farbenprächtigen Blüten der Strelitzia reginae, auch unter dem
Namen Paradiesvogelblume bekannt? Als eine der wohl verbreitesten exotischen
Blühpflanzen überhaupt ist die Strelitzia reginae in zahlreichen grösseren Gartencentern
oder sogar Baumärkten zu finden - entsprechend oft findet man die wunderschönen Blüten
als Topfpflanzen auf Balkonen, Terrassen und in Gärten. Die Paradiesvogelblume ist eine
Pflanze, deren Blüte in Form und Farbe unverkennbar und einzigartig ist - eben ein
Paradiesvogel.
Die Strelitzien gehören zur Familie der Musaceae (Bananengewächse) und sind somit mit
den Bananen sehr nahe verwandt. Die Unterschiede zwischen den Bananen und den
Strelitzien sind jedoch mindestens so zahlreich wie deren Gemeinsamkeiten. Während die
meisten Bananen eher dünne, weiche Blätter ausbilden, sind jene der Paradiesvogelblumen
kräftig und dicker resp. ledriger sowie in der Regel von einem satteren Grün. Die Form der
Blätter wiederum ist sehr ähnlich.
Ein weiterer Unterschied ist das Fehlen der Pseudo- oder Scheinstämme bei den
Strelitzienarten. Die Blätter wachsen zuerst in der Form eines aufrecht stehenden Fächers
auf quasi nur einer Achse stehend steil in die Höhe. Aufgrund dieser Anordnung entwickelt
sich die Pflanze in einer weiteren Phase stark in die Breite.
Strelizia reginae
Die bekannteste Art der Strelitzien ist die Strelitzia reginae mit ihren orange- und
blaufarbenen Blüten. Aufgrund der Ähnlichkeit dieser auf einem Hochblatt stehenden Blüten
mit einem Vogel und ihrer sehr bunten Erscheinung hat die Pflanze ihren Namen erhalten.
Die Blätter werden bis zu 50 cm lang und sind eher schmal und langstielig. Strelitzia reginae
erreicht eine Höhe von maximal 2 Metern, kann aber auch gut als Topfpflanze kultiviert
werden.
Herkunft & Verbreitung
Der Ursprung der Stelitzia reginae wird heute in Südafrika vermutet - unterdessen ist die Art
jedoch in fast allen Gebieten der Tropen und Subtropen verbreitet.
Standort & Pflege
Sowohl die Strelitzia reginae wie auch die nachfolgend in diesem Artikel noch vorgestellten
Arten haben einen eher hohen Wasserbedarf, da sie aufgrund der grossen Blattflächen
entsprechend viel Wasserdunst ausscheiden. Staunässe sollte dennoch vermieden werden.
Entsprechend sollte die Erde möglichst durchlässig sein - ansonsten stellt die
Paradiesvogelblume keine hohen Ansprüche an ihr Substrat.
Der ideale Standort ist im Sommer möglichst hell, sonnig und warm. Die Paradiesvogelblume
ist sowohl zur Kultivierung als Kübelpflanze wie auch als Zimmerpflanze geeignet - findet
man ihr jeweils im Sommer einen schönen Platz an der frischen Luft (z.B. auf dem Balkon)
und kombiniert dies mit der richtigen Pflege wird sie sich entsprechend mit wunderschönen
Blüten bedanken.
Überwinterung
Die Überwinterung sollte bei ca. 10-15°C erfolgen. Je mehr Licht auch im Winter zur
Verfügung steht, umso besser für die Pflanze..Grundsätzlich gilt: je wärmer sie steht, desto
heller sollte es sein. In der kalten Jahreszeit ist die "Bird of paradise" auch eher trocken zu
halten.
Weitere Arten
Ebenfalls sehr verbreitet ist die Strelitzia nicolai - auch als Weisse Paradiesvogelblume oder
"Natal Wild Banana" bekannt - mit ihren gegenüber der Strelitzia reginae eher grösseren
Blättern. Die Blüten der Weissen Paradiesvogelblume erscheinen mit blauen, weissen und
malvenfarbenen Blütenblättern auf einem purpurfarbenen Hochblatt. Besonders markant ist
die Höhe der Strelitzia nicolai, erreicht sie in Idealkultur doch Höhen von bis zu 8 Metern.
Seltener ist die Strelitzia alba (Baumstrelitzie) welche mit ihren ebenfalls weissen Blüten der
Strelitzia nicolai in Sachen Wuchs und Höhe in nichts nachsteht.
Nebenbei: Wer es über sein Herz bringt die bezaubernden Blüten zu schneiden, kann sich
an deren Pracht lange als Schnittblume erfreuen: die Strelitzien sind begehrte
Schnittblumen, welche sich in der Vase sehr lange halten.

Fotos und Text:
Reto Schaardt, ExotenSamen Schaardt
http://www.exotensamen.ch/
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Eine Strelitzia reginae auf der "Isola di Brisago" im Tessin...

...mit ihren farbenprächtigen, dominanten Blüten...

...welche je nach Betrachtungswinkel Ähnlichkeit mit einem bunten Paradiesvogel aufweisen.
Fotos:
Reto Schaardt, ExotenSamen Schaardt
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