Rittersterne - Hippeastrum (syn. Amaryllis)
Kurz vor Weihnachten und bis in den Januar hinein
blüht in unseren Wohnungen eine der auffälligsten
Zimmerpflanzen: der Ritterstern. Landläufig wird er
«Amaryllis» genannt, ein Name, der korrekterweise
einzig der echten Amaryllis oder
Belladonna-Lilie gehört. Wir
stellen Ihnen einige aktuelle
Sorten von
Hippeastrum
vor.
Zu den etwa 80 Arten der Amaryllisgewächse
zählt auch der Ritterstern
(Hippeastrum). Er stammt ursprünglich aus
zentral- und südamerikanischen Gebieten
mit ausgeprägter Trockenzeit, von Mexiko
bis Paraguay. Dabei besiedelt er sowohl
Trockensteppen als auch Berggebiete. Die
bei uns im Handel befindlichen Pflanzen
sind vorwiegend Hybriden aus verschiedenen
Stammformen. In den letzten Jahren
sind wieder einige, den Wildformen
ähnelnde Sorten, wie Schmetterlings-,
Trompeten- und «Cybister»-Amaryllis, auf
den Markt gekommen. Diese Formen mit
eher schmalen Blütenblättern und sternförmigem
Blütenaufbau sind besonders
auffällig und exotisch anzusehen. Die
Rittersterne sind giftig und sollten darum
von Kindern und Haustieren fern gehalten
werden!
Zwiebel richtig giessen
Nach dem Kauf der Zwiebel wird diese
so eingetopft, dass sie zur Hälfte aus dem
Substrat ragt. Die Wurzeln sollen möglichst
tief in den Topf reichen, können
aber, falls sie zu lange sind, beschnitten
werden. Der Topf wird so gross gewählt,
dass ringsum mindestens eine Daumenbreite
Substrat aufgefüllt werden kann.
Nach dem Einsetzen der grossen Zwiebel
sollte durchdringend gegossen werden.
Anschliessend wird nicht mehr gewässert,
bis sich der Blütentrieb bildet. Mit Vorteil
wird dann jeweils so viel Wasser in den Unterteller
gegossen, dass es innert 20 Minuten
vollständig aufgesogen ist. Ebenso ist
vorsichtiges, aber ausreichendes Giessen
von oben möglich, wobei keinesfalls über
die Zwiebel gegossen werden darf.
Wichtige Ruhephase
In ihrer Heimat Brasilien haben die Rittersterne
drei unterschiedliche Vegetationsphasen.
In unseren Wintern – die zeitlich
dem Sommer in Südamerika entsprechen
– haben sie die für uns interessanteste Phase:
Sie blühen. Jeweils im Frühling und
Sommer folgt dann eine Wachstumsphase,
in der Blätter und die schlafende Knospe
entwickelt werden. In dieser Zeit kann
die Pflanze in den Garten gestellt werden,
wo sie ausreichend gegossen und gedüngt
werden sollte. Im Herbst dagegen legt sie
eine Ruhephase ein, in welcher nicht gegossen
werden darf. Die Zwiebel kann
nun aus der Erde genommen und trocken
aufbewahrt oder verschickt werden. Diese
Kulturbedingungen sind unumgänglich,
damit die Pflanzen auch verlässlich zum
Weihnachtsfest wieder blühen.
Bert Stankowski
Quelle und Herausgeber
Verlag FREUDE AM GARTEN
Eichwiesstrasse 4, CH-8645 Rapperswil-Jona
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Hippeastrum
(syn. Amaryllis)

’White Baby’, kleinblumig

’Royal Velvet’, grossblumig

’Giraffe’, Schmetterlingsamaryllis
Fotos: Blumenbüro Holland
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