Duft- Küchen- und Heilkräuter


Bert Stankowski, Gartenfreunde

Kräuter-Basket

Solche Basket sind während der ganzen Saison attraktiv, erfreuen sowohl das Auge als auch den Gaumen, liefern täglich frische Küchenkräuter und, zusätzlich bepflanzt mit Mini-Hängetomaten "Florida Basket", auch herrlich mundenden Früchten.
Kräuter-Basket werden gemischt mit ein- und mehrjährigen Kräutern bestückt. Als Hänger und Halbhänger kommen mehr- und einjähriger Thymian, Majoran, Bohnenkraut und Viola cornuta mit essbaren Blüten, in Frage. Über den oberen Rand lassen sich besagte Hängetomaten setzen, oben in die Mitte wird Basilikum, Petersilie und andere aufrechte Kräuter gesetzt. Als Auflockerung kann man noch eine feinblütige Schlingpflanze wie Asarina oder Manettia die Kette hinauf wachsen lassen.
Basket mit winterharten Kräutern lassen sich in einer geschützten Ecke aufhängen und überwintern. Auch irgendwo im Garten auf den Boden gestellt, werden die meisten Pflanzen den Winter gut überstehen. Im Frühling frühzeitig aufhängen, im Mai wieder mit den Einjährigen vervollständigen.


 


Kräuter-Basket

Genauso wie man statt Blumen-Baskets auch Kräuter-Basket machen kann, so kann man statt bunten Blumenkistchen aromatische Kräuterkistchen pflanzen. Zu beachten ist aber, dass starkwachsende Kräuter wie Pfefferminze, Melisse oder Liebstöckel schnell den ganzen Platz beanspruchen und die anderen Pflanzen "zu Tode konkurrenzieren". Auch ist es eine bekannte Tatsache, dass sich Petersilie und Schnittlauch im selben Gefäss nicht "riechen" können, demzufolge nicht zusammengesetzt werden sollten. Besser dem Schnittlauch einen eigenen, schönen Topf geben.
Interessante Töpfe sind auch die sogenannten "Erdbeertöpfe". Diese Gefässe sind mit offenen Seitenlaschen versehen und lassen sich mit verschiedenen Kräutern bepflanzen. Meiner Meinung nach sollte man aber keine mehrjährigen verwenden, da die Gefässe meist vom Material und der Form her nicht sehr winterhart sind. Die leeren Gefässe müssten im Trockenen überwintert werden, was wiederum die Pflanzen nicht gut vertragen.
Balkonkistchen und Töpfen muss man während des Winters auf den Boden stellen können. Tongefässe sind nicht sehr zweckmässig, da sie meist schon im ersten Winter vom Frost zerstört werden. Eternit, Steinzeug und Kunststoff sind für winterharte Kräuter empfehlenswerter.
Auch die üblichen Ampeltöpfe können Kräuter beherbergen. Vor allem hängende Arten sind schön dekorativ. Durchsetzt mit einigen Sommerflorblüten zieren sie des Liebhabers Haus und Balkon. Solche Ampeln lassen sich einfach vorkultivieren und zum Saisonstart fertig aufhängen.

 

Die Kräuterschnecke

In den letzten Jahren ist bei uns in der Schweiz eine alte Pflanzform für Kräuter in Mode gekommen, welche vor Jahrhunderten schon bei den Mönchen im Kloster Sitte war: Die Kräuterschnecke, auch Kräuterspirale genannt. Dieser kleine Hügel in Schneckenform wird mit Blocksteinen erstellt. Auch normale Fluss- oder Ackersteine sind in der Not brauchbar. Der Durchmesser muss mindestens 2 Meter betragen, um auf die nötige Höhe von etwa 80 cm zu kommen. Jede Spiralwindung liegt etwas höher als die Letzte.
Die Schnecke wird danach mit Kräutern bepflanzt, die die jeweils geeignete Seite brauchen: Süd- und Westseite für Hitze und Trockenheit liebende Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Lavendel etc.; Nord- und Ostseite für mehr Feuchtigkeit und Halbschatten liebende Pflanzen: Minzen, Kresse, Melissen etc.

 

Das Schach- oder Damebrett

Eine witzige Pflanzengesellschaft kann man mit dem Nachbilden eines "Kräuterschachbrettes" gestalten. Auf eine feste Unterlage werden Steinplatten in den Massen 40X40 oder 50X50 cm gelegt. Schachbrettartig wird immer eine Platte ausgelassen und dieser Raum mit Erde gefüllt. Als Bepflanzung empfehlen sich vor allem niederwachsende Kräuter wie Thymian, Majoren, Bohnenkraut und ähnliches. Werden hohe Pflanzen verwendet so entfällt der Schachbretteffekt etwas. Was aber nicht heissen soll, dass man auch diese Arten versuchen könnte.

 
 

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