Aktuelle Arbeiten Mai
Gartenkalender
Feurige Kapuzinerkresse
Soll es an Spalieren in die Höhe oder lieber über Mauern oder aus Balkonkistchen nach unten gehen, so kommt Kapuzinerkresse in Frage. Ihre feurigen Blüten leuchten nicht nur bei trübsten Regenwetter, sondern peppen auch sommerliche Blattsalate optisch auf und verleihen diesen zudem einen pfeffrigen Geschmack. Erntet man die Blüten vor dem Aufgehen, so können diese wie Kapern in Essig eingelegt werden. Dazu 100 g Knospen mit 2 EL Salz mischen und über Nacht ziehen lassen. Anderntags das Salz mit Wasser abspülen und die Knospen mit 4 dl Weinessig und einem in Streifen geschnittenen Kapuzinerkresseblatt aufkochen. Knospen in vorbereitete Gläser füllen, mit dem Sud auffüllen und sofort verschliessen. Zum Abkühlen die Gläser auf den Kopf stellen.
Kräuter
Jetzt dürfen kälteempfindliche Kräuter wie Stevia, Zitronenverbene, Basilikum, Dill und amerikanische Salbeiarten wie Ananas- oder Apfelsalbei ins Freie. Hier fördert das Ernten der Triebspitzen die Verzweigung. Idealer Zeitpunk dazu ist ein trockener, warmer Vormittag, dann ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen am höchsten.Mediterrane Kräuter wie Lavendel, Thymian, Gewürzsalbei sollten erst bei Beginn des Neuaustriebs zurückgeschnitten werden. Dabei werden die Triebe um die Hälfte eingekürzt. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass noch genügend vitale Knospen vorhanden sind, sonst stirbt die Pflanze ab.
Dahlien in Töpfen
Wer ab August ein Feuerwerk im Topf haben möchte, setzt auf Dahlien, die übrigens wunderbar zum Indischen Blumenrohr (Canna) passen und unermüdlich bis zum ersten Frost blühen. Wählen Sie dazu kompakt wachende Sorten, die jetzt in grossen Töpfen angezogen werden. Es genügt, wenn die Knollen mit einer 5 cm dicken Erdschicht bedeckt sind.
Blattstauden und Gräser für die Terrasse
Nebst üppiger Blütenpflanzen erobern auch immer mehr Blattschönheiten oder gar Gräser einen Platz auf dem Balkon oder der Terrasse. Für halbschattige Lagen eignen sich besonders gut Funkien mit ihren herzförmigen oftmals zweifarbigen Blättern. Sie benötigen ein humoses Erdsubstrat sowie eine gute Wasserversorgung an heissen Tagen. An sonnigen Lagen kommt mit in Töpfen gepflanzten Gräsern Präriestimmung auf. Sorgen Sie hier unbedingt auf einen guten Wasserabzug.
Die richtige Aussaatzeit
Salate, Radieschen, Rettiche, Kohlgewächse, Sommer- und Herbstkarotten, Mangold und Kräuter- für sie alle ist der Mai die richtige Aussaatzeit. Auch wer im Gewächshaus, Frühbeet oder auf dem Fensterbrett Setzlinge vorgezogen hat, kann jetzt volle Aktivität entfalten. Wichtig: Die Pflanzen flüssig düngen und abhärten durch Lüften oder tagsüber ins Freie räumen, damit sie weder schossen noch die zarten Blätter durch den Wind austrocknen oder durch zu starkes Sonnenlicht verbrennen. Nach den Eisheiligen den Boden nach Bedarf mit Reifekompost oder organischen Düngern anreichern. Wärmeliebende Gemüse wie Gurken, Zuckermais, Zucchetti und Kürbis kann man bis Anfang Juni pflanzen oder direkt ins Freie aussäen. Bei Regen und kühlen Temperaturen ist es besser, das Säen oder Pflanzen zu verschieben, denn der Boden muss über 15°C erwärmt sein. Das gilt auch für Busch- und Stangenbohnen, die insbesondere Nässe und Verdunstungskälte nicht vertragen.
Gurken wachsen besser am Spalier
Obwohl Gurken normalerweise mit ca. 1,5m langen Trieben am Boden kriechen, nutzen sie gerne jede Möglichkeit, um an Gittern, Schnüren oder Maschendraht in die Höhe zu klettern. Ausserdem reifen die Früchte in der warmen Luft schneller und besser als am kalten Boden, es gibt weniger verkrüppelte Früchte und das Ernten ist viel bequemer, denn man muss sich nicht mehr bücken. Übrigens, diese Methode gelingt genauso gut bei Zuckermelonen. Salat- und Traubengurken gedeihen im Freiland in voller Sonne an warmer, windgeschützter Stelle. Reichern Sie den Boden mit viel Humus und organischen Nährstoffen an.
Kübelpflanzen
Schmucklilien, Oleander, Rosmarin, Kamelien dürfen bereits Anfang Mai nach draussen. Bevor sie an ihren entgültigen, sonnigen Platz kommen, machen sie einen Zwischenstopp von einigen Tagen im Schatten. So gewöhnen sie sich langsam an das Sonnenlicht und bekommen im Sommerquartier keinen Sonnenbrand.
Rosen
Wildtriebe kosten der Rose unnötig Kraft. Erkenntlich sind sie an ihrer helleren Blattfarbe und an den siebenteiligen Fiederblättern. Entfernt werden Wildtriebe, in dem sie am Stock freigelegt und weggerissen werden. So entfernen Sie auch gleich das Auge mit und es entstehen keinen neuen. Die Wunde verheilt in kürzester Zeit.
Gemüse
Anfang des Monats können ohne Bedenken Setzlinge wie Salate, Kohl, Kohlrabi, Lauch oder Sellerie direkt in die Beete gepflanzt werden. Bei Gurken, Zucchini, Tomaten wartet man besser bis nach den 'Eisheiligen' Mitte des Monats.
Klematis
Oft wachsen Klematis nicht in die Richtung, wo man sie haben möchte. Daher sollten die noch grünen Jungtriebe gelenkt und aufgebunden werden. Sind sie schon verholzt, brechen sie nämlich gerne ab.
Exotische Pflanzenanzucht
Wer Lust hat, exotische Pflanzen wie Palme, Strelitzie, Kaktus u.s.w. anzuziehen, macht dies am besten jetzt, da weder Zusatzlicht noch Heizmatten benötigt werden. Damit die Keimung nicht stoppt, darf das Aussaatsubstrat auf keinen Fall austrocknen.
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